Der Star bei Painted Air ist eine VOX-Orgel. Sie ist das soundprägende Instrument der Hamburger und begrüßt uns auch im Opener des Albums 'Open on 69' bevor Frontmann Martin Klingberg aus Dänemark sein "Hey, hey" ins Mikro ruft. Die Orgelriffs treiben die Lieder an und geben ihnen eine besondere Note. In ihren Songs thematisieren Painted Air das Leben der "Nachtschattengewächse" auf Hamburgs Reeperbahn. Sie geistern durch die Songs, die uns Lebensmüde, Junkies und liebestolle Idioten vorstellen. Gitarrist Fuzzomaz macht seinem Namen alle Ehre und legt mit seinem Sound das Fundament für die angenehm schrägen Songs, die sich am besten als 60er-Garage-Rock verorten lassen. Dass die Band in den letzten Jahren mehr Richtung Psychedelic und Krautrock gereist war, hört man an einigen Stellen deutlich heraus. Rotierender Orgelsound, knarrende Gitarre, straigther Beat und solider Bass bringen ein Stück St. Pauli in den CD Player. Auch Regisseur Detlev Buck ist auf die Band aufmerksam geworden und nutzte bereits einen ihrer Titel für seinen Filmsoundtrack.