Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika ist Geschichte, die Musikszene des Landes ist hingegen munterer denn je, schwappt mit immer neuen, spannenden Acts auch auf den europäischen Kontinent. Die Xhosa-Sängerin Simphiwe Dana, die seit ihrem 2006er Debütalbum 'Zandisile' zu den führenden Vokalistinnen Südafrikas gehört und auch bei uns schon bejubelte Konzerte absolvierte, wartet nun auf ihrem dritten Album 'Kultur Noir' mit einer magischen Schnittmenge aus Transkei-Gospelgesang, Soul und Jazz auf. Eindringlich, fast mantrahaft, deklamiert sie ihre Lieder, die eine geradezu spirituelle Dimension besitzen, in ihrer Muttersprache. Die panafrikanischen Statements, die sich in Stücken wie dem hypnotischen "Umzali Wam" oder dem luftigen "Zobuya Nin Iinkomo" manifestieren, sind Beleg dafür, wie Black Music klingen kann, ohne Konzessionen an den Massengeschmack zu machen. Der künstlerische Anspruch von Simphiwe Dana zeigt sich auch in dem Veröffentlichungstermin, der bewusst nach dem WM-Finale erfolgt.