| Es ist die Zeit der Wiedervereinigungen, von Van Halen bis Guano Apes sind alle wieder zusammen. Nur einer wollte nicht mitmachen, Udo Dirkschneider, „the German tank“, zog es vor, Nein zur erneuten Accept-Reunion zu sagen. Stattdessen blieb er bei seiner Band U.D.O., die jetzt auch schon 23 Jahre existiert. Seine alten Kumpel Wolf Hoffmann (g) und Peter Baltes (b) sondierten darauf die Shouter-Szene und wurden fündig, tatsächlich besitzt Mark Tornillo (früher TT Quick) eine ähnlich durchdringende Sirene im Kehlkopf wie der „Mensch gewordene Tarnanzug“ Udo D. Dazu holten sie noch Herman Frank (g) und Stefan Schwarzmann (dr) ins Boot, die früher bereits kurzzeitig bei Accept gerockt hatten. Zum Markenzeichen der Solinger Stahlschmiede zählte stets ihr elegantes Songwriting zwischen geballter Kraft und klassischer Musikalität, das gilt auch für „Blood Of The Nations“. Öffner „Beat The Bastards“ ist eine kunstvoll geschwungene Keule, „Teutonic Terror“ eine wuchtige Hymne mit memorablem Refrain. Die übrigen Nummern mögen nicht ganz die Eingängigkeit ihrer alten Hits a la „Balls To The Wall“ erreichen, dennoch ist den „neuen Accept“ ein hörenswertes Comeback gelungen. | |