Die Karlsruherin Christina Lux ist eine zart besaitete Künstlerin, die beseelt ist von einer großen Lust an der Poesie. Die Sängerin ist seit 20 Jahren als originäre Songwriterin, Gitarristin und Sängerin aktiv. Für ihr neues, mittlerweile siebtes Solo-Album hat sich die Songpoetin mit dem Gitarristen und Perkussionisten Reentko zusammengetan, um in der Abgeschiedenheit der sächsischen Altmark eine Reihe von nachdenklichen Lebensbetrachtungen in Liedform aufzunehmen. Die beherzte Seelenschau der Christina Lux, die bisweilen an Joni Mitchell erinnert, klingt elegisch, aber nie zu glatt, ist melodisch, aber durchaus gebrochen, ist intim und dennoch aufrüttelnd. Überwiegend in englischer Sprache singt Christina Lux ihre Songs, dennoch stehen ihre deutschen Lieder nicht dahinter zurück. Sparsam instrumentiert, erzeugen Tracks wie "Defenses", das intime "Longing" oder das folkloristische "Paper Airplane", das Christina in die Nähe einer Tracy Chapman rückt, eine prickelnde Atmosphäre, die der intensiven Produktion mit ihren vorzüglichen Arrangements gut ansteht.