Mit ihrem neuen Album überrascht Lyambiko die Jazz-Fans. Die Echo-Preisträgerin 2011, die seit zehn Jahren zu den erfolgreichsten Jazz-Interpretinnen gehört, hat sich nun der Musik von George Gershwin angenommen, die sie auf unverwechselbare Art neu interpretiert.
"Ich wollte nicht unbedingt nur die Gershwin-Hits machen, die jeder kennt, sondern eben auch Sachen, die man noch nicht so gehört hat. Oft gibt es zum Beispiel diese Einleitungen, sogenannte 'Verses'. Jeder kennt 'Love Walked In' – aber wer kennt den Verse dazu? Andererseits wollte ich auch alte Bekannte noch mal hervorholen und schauen, was man da noch herausfinden kann", berichtet Lyambiko über ihre Annäherung an das Werk von George und Ira Gershwin. Auf ihrem neuen Album veredelt sie mit ihrer warmen und markanten Stimme 15 Klassiker aus deren Feder, darunter "Summertime", "I Got Rhythm" oder "How Long Has This Been Going On" sowie weniger bekannte Stücke des vor 75 Jahren gestorbenen Broadway-Urgesteins. "Es ist immer irgendwie ‚back to the roots'", so Lyambiko. Wir haben ja auf dem letzten Album unsere Eigenkompositionen mit Tracy Chapman und Soundgarden gemischt. Jetzt hatten wir einfach Lust, mal wieder etwas 'Ursprüngliches' zu machen, wirklich einfach Swing zu spielen." Dafür studierte Lyambiko Gershwins Partituren und entwickelte zusammen mit den Musikern ihrer Band ihre eigene Interpretation der Songs, die einst als Musical-Nummern und für die Jazz-Oper "Porgy and Bess" geschrieben wurden. Auf 'Lyambiko Sings Gershwin' gibt es viel zu entdecken, gehört es doch zu den lebendigsten Jazz-Alben des noch jungen Jahres.