Für Sängerin Malia ist der Jazz der Soundtrack ihres Lebens. Vorbilder wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald und Nina Simone haben ihr den Weg geebnet. Nun widmet sie ein Album der 2003 verstorbenen Nina Simone. Mit tiefem Respekt vor der menschlichen Wärme, die in Ninas Klassikern stecken, nähert sich Malia auf ihrem eindringlichen Tribute-Album den scheinbar einfachen Dingen des Lebens, dem Schmerz und der Leidenschaft, der Liebe und dem Tod ihrer Mentorin. Wenn Malia heute Nina Simone singt, denkt sie an eine schwarze Orchidee, die selten, schön und mystisch sei. Mit ihrer betörenden Stimme bewahrt sie Ninas Melodien vor berauschender Größe, um sie reduziert auf ihre Essenz neu zu beleben. Ein Balladenalbum hat Malia aufgenommen, und deshalb erscheinen selbst so unbeschwerte und freudestrahlende Songs wie "My Baby Just Cares For Me" und "I Put A Spell On You" im Tempo reduziert. Malia hört und empfindet die großen Simone-Songs nicht nur als historische Abhandlungen über Rassismus, sondert interpretiert sie als Balladen über die menschliche Leidensfähigkeit an sich. Ein faszinierendes Tribut-Album und ein großartiges Stück Musik.