Die Gitarre pluckert munter mit Folk- Countryeinschlag vor sich hin, die Drums holpern fröhlich nach vorne und auch die Melodie klingt melodisch und freundlich. Doch spätestens beim Refrain „We are sick and war are tired" sollte uns klar sein, dass hier nicht alles eitel Sonnenschein ist. „The past six years" waren offenbar nicht nur nett zu „Deaf Havana". Und nach dem eher ruhigen Opener schaltet man auch die Verzerrer ein. Na gut, wer sein Album „Fools and worthless Liars" tauft, plant sicher keine Partyscheibe. Mit Geschichten über die endende Jugend und die damit einhergehenden Abschiede und Zeiten des Aufbruchs und der Umbrüche füllen die Engländer ihr Album. Das verraten schon Titel wie „Youth in retrospect" und „Things change, friends leave..." und die Lyrics die diese Themen vertiefen. Musikalisch schlagen Deaf Havana dabei ihre Lager als jüngere poppigere Brüder der Foo Fighters in der Nachbarschaft von Jimmy eat World auf. Auch ein wenig Pop-Punk und Anleihen aus dem Emo-Bereich lassen sich schon beim ersten Hördurchgang identifizieren.