Der mittlerweile 77-jährige Singer/Songwriter denkt noch lange nicht daran, in Rente zu gehen. Auf 'Old Ideas', seinem ersten Studioalbum seit acht Jahren, brilliert der Poet in der Tat mit Ideen, an denen er schon lange gearbeitet hat. Zwei der Stücke, "The Darkness" und "Lullaby", wurden bereits 2007 aufgenommen, frühe Versionen waren bereits im Rahmen seiner letzten Welttournee zu hören. Zweifelsfrei sind die zehn neuen Songs ein weiterer Höhepunkt im Schaffen des Kanadiers. Vor allem seine tiefe, rauchige Stimme hat nichts von ihrem Reiz verloren. "Mit dem Älterwerden begriff ich, dass mit dieser Stimme auch Instruktionen einhergehen. Und diese Anweisungen lauten: Jammere niemals einfach nur so. Doch sollte jemand jene große, unausweichliche Niederlage, die uns alle irgendwann erwartet, zum Ausdruck bringen müssen, so sollte dies stets innerhalb der strikten Regeln der Würde und Schönheit geschehen", so Cohen, der auf seinen von großer Melancholie getränkten Liedern von Sängerinnen wie Dana Glover und Jennifer Warnes begleitet wird.